Die Entwicklung der MICE Branche in der Schweiz

30.01.2016 - Archiv
MICE-Experten haben an der Konferenz Arena in Zürich über Gegenwart und Zukunft im Eventmarkt debattiert. An einem Medien-Roundtable sind die Vertreter der Kongress- und Eventindustrie zu folgenden Schlüssen gekommen:
 
Wertschöpfung in der MICE Industrie:
Gemäss Barbara Steuri-Albrecht, Leiterin des Switzerland Convention & Incentive Bureaus, generiert die Schweizer MICE Branche einen jährlichen Umsatz von rund zwei Milliarden Franken. 45% des Umsatzes stammen gemäss Steuri-Albrecht aus dem Inland, 33% aus Europa und 22% aus den übrigen internationalen Zielmärkten.
 
Unterschiede zwischen Stadt und Land:
Wie Martin Sturzenegger, Direktor von Zürich Tourismus ausführt, hat sich im MICE Bereich die Schere zwischen Stadt und Land in den letzten Jahren weiter geöffnet. Während städtische Regionen weiter boomen, fällt es ländlichen Destinationen zunehmend schwer, sich als Kongress- und Meeting Standorte zu positionieren.
 
Der Faktor Zeit
Stefan Otz, Direktor von Interlaken Tourismus bestätigt die Herausforderung für ländliche Standorte. Als Grund dafür nennt er die zunehmende Wichtigkeit des «Faktors Zeit» bei Unternehmen. Da die Anreise in ländliche Regionen oft mit zusätzlichem Zeitbedarf verbunden ist, weichen MICE Veranstalter gemäss Otz häufig auf städtische, bestmöglich erschlossene Standorte aus.
 
Die Wichtigkeit der passenden Infrastruktur:
Ein zentraler Faktor für die Entwicklung der MICE Branche ist gemäss Martin Sturzenegger die Infrastruktur. Wie der Zürcher Tourismusdirektor ausführt, kann die Stadt Zürich im Moment täglich maximal 1'200 Personen im Kongressbereich bewältigen.
 
Als Grund für diese Obergrenze nennt Sturzenegger einerseits die fehlenden räumlichen Kapazitäten, andererseits aber auch die Flughafen-Situation. Damit Zürich sich als Kongressstadt etablieren könne, sei ein Ausbau der Flugbewegungen von und nach Zürich von entscheidender Bedeutung.
 
Grössere Veranstaltungen wären lukrativ:
Dass es für einen MICE Standort attraktiv wäre, grössere Veranstaltungen zu beherbergen, erläutert Sturzenegger mit folgenden Zahlen: Gerade mal sechs Prozent aller Meetings  in Zürich haben mehr als 1'000 Teilnehmer. Diese sechs Prozent «Gross-Events» generieren aber fast die Hälfte der jährlichen MICE Teilnehmertage in Zürich. (Anzahl Teilnehmer mal Anzahl Tage).
 
Blick in die Zukunft:
Beim Blick in die nähere Zukunft ist sich die Experten-Runde einig, dass vor allem die Fernmärkte Potential für weiteres Wachstum bieten, wogegen in den nationalen und europäischen Zielmärkten eher von einer Stabilisierung ausgegangen wird.
 
Innerhalb der MICE Veranstaltungen liegt die Hoffnung der Branchen-Vertreter vor allem im Incentive Bereich, für welchen die Schweiz eine unverändert attraktive Zieldestination darstellt.  
 
PS: MICE steht für «Meetings Incentives Conventions Events»


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